ÜBER DEN FILM

Als 1960 die erste Antibabypille in den USA auf den Markt kommt, werden Amerikas Moralisten auf eine harte Probe gestellt. Die jahrhundertealte christliche Sexualmoral scheint durch das harmlos aussehende Hormondragee ebenso bedroht wie das Fortbestehen der Menschheit an sich.

Heute ist die Pille das meistgenommene medizinische Präparat überhaupt mit ca. 100 Millionen regelmäßigen Anwenderinnen. Die Pille war und ist ein Riesen-Geschäft. Stetig strömen neue Produkte auf den Markt. Die Hormondosierung wird kontinuierlich gesenkt, was aber nicht zwangsläufig mit geringeren Nebenwirkungen einhergeht.

Vor allem bei Pillen der dritten Generation, die Frauen unter anderem mit der Versprechung der Gewichtsreduktion locken, droht ein erhöhtes Embolie- oder Thrombose-Risiko. Obwohl es schon Todesfälle gab, sind die Produkte weiterhin auf dem Markt. Eine weitere beunruhigende Entwicklung: Die Pillen-Hormone schwimmen inzwischen fast überall in unserem Trinkwasser.

Der Film “50 Jahre Pille – Karriere ohne Knick?” nimmt den Zuschauer mit auf eine rasante Zeitreise: Von den Moralvorstellungen der 1950er Jahre über Befreiungsaktionen der Flowerpower-Generation bis zu den provokanten Fragen der heutigen Generation nach Verhütungsalternativen und Fortpflanzungsutopien des neuen Jahrhunderts.