Lebensretter Ostblockviren – Ein Weg aus der Antibiotikakrise?

Lebensretter Ostblockviren – Ein Weg aus der Antibiotikakrise?

Dokumentarfilm - 2011

Logline

Der Film sucht nach einem Ausweg aus der weltweiten Antibiotikakrise, indem er anhand bewegender Einzelschicksale die Möglichkeiten der Bakteriophagentherapie untersucht – einer uralten Naturheilmethode aus Georgien.

Synopsis

Der wissenschaftliche Dokumentarfilm erzählt das Schicksal des Elektrikers Henri Lemaitre, der den tragischen Sturz aus einem fünfstöckigem Mietshaus überlebt, sich jedoch anschließend bei seinen unzähligen Krankenhausaufenthalten einen lebensgefährlichen, resistenten Bakterienkeim einfängt. Weil sein Fuß nach erfolgloser Antibiotikatherapie amputiert werden soll, macht sich Henri Lemaitre verzweifelt auf die Suche nach alternativen Heilmethoden. Hierbei trifft er auf den Pariser Arzt, Dr. Dublanchet, der sich seit einiger Zeit mit Bakteriophagen beschäftigt (Viren, die spezielle Bakterien vernichten können, ohne dem Menschen zu schaden). Diese uralte Heilmethode geriet mit der Verbreitung von Antibiotika in den 1950er Jahren in Vergessenheit – zumindest in Europa. Im ehemaligen Sowjetblock war dies anders: aufgrund der angespannten Situation zur Zeit des Kalten Krieges waren hier Antibiotika schwer zugänglich. Ärzte behandelten stattdessen mit Bakteriophagen.

Für die Entwicklung der Phagenproduktion des gesamten Ostblocks war das Eliava-Institut in Tiflis, der Hauptstadt von Georgien, verantwortlich. Das Institut hielt sich bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion – heute hat es kein Geld mehr. Während die Phagen-Therapie in Georgien immer noch als individuelle Heilmethode angewendet wird, ist sie in Europa nicht zugelassen. Aufgrund kommerzieller Interessen großer Pharmaunternehmen können die Bakteriophagen in Europa kein marktfähiges Produkt werden.

Im Kampf gegen den Problemkeim seines Patienten Henri Lemaitre macht sich Dr. Dublanchet aus Frankreich auf eine Studienreise nach Georgien...

Trailer

Team
  • Autor(en) und Regisseur(e)

    Stefanie Schmidt
  • Produzent(en)

    Robert Cibis
    Lilian Franck
  • Kamera

    Volker Mai
    Jakub Bejnarowicz
    Peter Bolton
    Joffrey Monnier
  • Ton

    Jean Amoris
  • Bildmontage

    Linde Dehner